Pflege beginnt oft unerwartet und verlangt rasche Entscheidungen – umso wichtiger ist es, frühzeitig Orientierung zu gewinnen und die nächsten Schritte zu kennen. Die integra 2026, die Fachmesse für Pflege, Reha und Therapie, bietet von 10. bis 12. Juni genau dafür die ideale Plattform: Sie bündelt Information, persönlichen Austausch und wertvolle Kontakte an einem Ort – für alle, die plötzlich mit dem Thema Pflege konfrontiert sind oder sich rechtzeitig darauf vorbereiten möchten.
Rund 250 Aussteller präsentieren ein umfassendes Angebot entlang der gesamten Pflege- und Rehakette. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen für den Alltag – von Alltagshilfen sowie Ess-, Trink- und Anziehhilfen über moderne Mobilitätslösungen wie Rollstühle, Rollatoren und Spezialfahrzeuge bis hin zu innovativen Assistenz- und Kommunikationstechnologien. Ergänzt wird das Angebot durch barrierefreies Bauen und Wohnen, Pflege- und Medizintechnik, Produkte für Körperpflege und Hygiene sowie vielfältige Therapie- und Trainingsmöglichkeiten.
Darüber hinaus finden Besucher:innen zahlreiche Beratungs- und Unterstützungsangebote – von Pflege zu Hause und 24-Stunden-Betreuung über Rehabilitation und soziale Dienstleistungen bis hin zu beruflicher Integration und Weiterbildung. Auch Themen wie Freizeit, Sport, barrierefreier Tourismus und Lebensqualität im Alltag nehmen einen wichtigen Platz ein und zeigen, wie ein selbstbestimmtes Leben trotz Einschränkungen gelingen kann.
Wird ein Mensch durch Krankheit, Unfall oder altersbedingte Einschränkungen pflegebedürftig, verändert sich der Alltag grundlegend – für Betroffene ebenso wie für Angehörige. In dieser herausfordernden Situation hilft es, strukturiert vorzugehen und vorhandene Unterstützungsangebote gezielt zu nutzen. Impulse dazu liefert unter anderem der Vortrag „Hoffnung geben, Hoffnung leben – Impulse für Pflege, Therapie und Alltag“ am 10. Juni 2026 von 11:00–12:00 Uhr (Halle 20, Raum 1), der praxisnahe Perspektiven für den Pflegealltag vermittelt.
Pflegestufen und Finanzierung im Überblick
In Österreich wird der Pflegebedarf über ein einheitliches System mit sieben Pflegestufen ermittelt. Grundlage ist der monatliche Zeitaufwand für Betreuung und Unterstützung im Alltag. Die Einstufung erfolgt durch qualifizierte Sachverständige und berücksichtigt den Hilfebedarf bei grundlegenden Tätigkeiten wie Körperpflege, Mobilität oder Haushaltsführung. Auf dieser Basis wird das Pflegegeld gewährt – eine monatliche, einkommensunabhängige Pauschale zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten Mehrkosten. Da das Pflegegeld die tatsächlichen Kosten häufig nicht vollständig deckt, sind bei professioneller Betreuung zusätzliche Eigenleistungen erforderlich. Der Vortrag „Von Anspruch bis Alltag: Pflegegeld und 24-Stunden-Betreuung verständlich erklärt“ am Mittwoch, 10. Juni von 14.30 – 15 Uhr auf der ORF-Bühne gibt Juristin Mag. Maleen Goldschald einen verständlichen, ersten Überblick. Am Freitag, 12. Juni, bietet der Workshop von Dr. Wolfgang Stütz von 10 – 12 Uhr unter dem Titel „Pflegegeldverfahren und Erwachsenenschutzrecht verständlich erklärt“ einen Überblick. Im Workshop „Damit habe ich nicht gerechnet! Wie man sich auf Pflegesituationen bestmöglich vorbereitet“ von 13 – 14 Uhr geben Birgit Meinhard-Schiebel und Sarah Egginger, BSc am 12. Juni Tipps, wie man sich praktisch, emotional und organisatorisch auf mögliche Pflegesituationen vorbereiten kann. Es wird unter über Themen wie „Frühzeitige Klärung von Zuständigkeiten und Abläufen“, „Wichtige rechtliche und finanzielle Aspekte“, „Kommunikation innerhalb der Familie“, aber auch „Eigene Grenzen und Selbstfürsorge“ gesprochen.
Vorsorge rechtzeitig klären
Neben finanziellen Leistungen spielen auch rechtliche Vorsorgemaßnahmen eine zentrale Rolle. Instrumente wie Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung schaffen Sicherheit für alle Beteiligten und helfen, Entscheidungen im Sinne der Betroffenen zu treffen. Notar Mag. Hubert Breitwieser informiert und beantwortet persönliche Fragen zu den Themen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Erwachsenenvertretung und Testament in seinem Vortrag mit dem Titel „Familienvorsorge – Was ist, wenn mit mir was ist?“ am Freitag, 12. Juni von 10 – 11 Uhr.
Thema Demenz: Orientierung, Hilfe und neue Perspektiven
Wann ist Vergesslichkeit noch normal – und wann beginnt Demenz? Welche Anzeichen gibt es, wie verläuft die Erkrankung und welche Unterstützungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Nehmen Sie sich Zeit, informieren Sie sich umfassend und kommen Sie mit Expert:innen sowie Menschen in ähnlichen Situationen ins Gespräch. Die kostenlosen Vorträge und Workshops im Rahmen der integra 2026 beleuchten Demenz aus unterschiedlichen Perspektiven: Von medizinischen Grundlagen und Therapieansätzen über Palliativbetreuung und Selbstbestimmung bis hin zu konkreten Strategien im Umgang mit herausforderndem Verhalten. Auf integra.at/programm finden Sie unter dem Stichwort „Demenz“ über die Suchfunktion alle Angebote zu diesem Thema.
integra 2026 – besser informiert!
Nach der medizinischen Abklärung durch Haus- oder Fachärzt:innen ist es entscheidend, frühzeitig Beratungsstellen einzubinden, die Orientierung bieten und individuelle Lösungswege aufzeigen. Die integra von 10. bis 12. Juni bietet dafür die ideale Gelegenheit: Als zentrale Plattform vereint sie ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen mit kompetenter Beratung durch Expert:innen, liefert Informationen aus erster Hand und ermöglicht den Aufbau wertvoller Netzwerke, die in einer herausfordernden Pflegesituation nachhaltig unterstützen.
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